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Trail Studies

Kunst des Gehens

„Hier muß man mit Malern wandern“, schrieb Hermine Cloeter in ihrem 1922 erschienen Buch Donauromantik – Tagebuchblätter und Skizzen aus der goldenen Wachau. Darin schilderte die Autorin und Kulturhistorikerin ihre Erlebnisse auf Wanderungen in der Wachau – ein nostalgischer Sehnsuchtsort vieler Kunstschaffender dieser Zeit, geprägt von idealisierten Landschaftsbildern und -beschreibungen. Besonders die Wachaumaler*innen etablierten den Blick auf eine scheinbar unberührte, vormoderne Landschaft.1 Das pittoreske Landschaftsverständnis ist nach wie vor präsent in der Wachau: entlang der Wege finden sich Aussichtpunkte, an denen Wandernde auf besondere Panoramen hingewiesen werden.

Die Trail Studies setzen dieser statischen Vorstellung von Landschaft andere Perspektiven entgegen. Ausgangspunkt unserer künstlerisch-wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Rad- und Wanderwegen ist die Bewegung selbst. In ihrer Langsamkeit wird Landschaft im Detail erfahrbar. Dabei richten wir unsere künstlerisch geschärften Blicke auf das, was die pittoresken Darstellungen der Wachaumaler*innen nicht zeigten: die Überformung der Landschaft durch menschliche Eingriffe, Zeichen der industrialisierten Landwirtschaft und die Landschaftserfahrung während wir uns bewegen. Das Gehen ist für uns dabei mehr als Fortbewegung. Es eignet sich dazu, unsere Beziehungen zur Landschaft zu reflektieren. Die entstandenen filmischen und fotografischen Arbeiten, Zeichnungen sowie landschaftsarchitektonischen Untersuchungen zu Rad- und Wanderwegen schärfen die Sensibilität für Prozesse, Strukturen, Stimmungen und Erzählungen und erweitern das Landschaftsverständnis.

Die Ergebnisse wurden in einer Ausstellung im Multisaal der Gemeinde Dürnstein präsentiert und in vier thematischen Foldern zusammengefasst. Die digitalen Folder, filmischen Arbeiten und weitere Untersuchungen der Trail Studies sind hier zugänglich.

[1] Blaschitz, Edith (2022): Fotografien, Stereoskopien, „Naturaufnahmen“, Heimatfilme: Visuelle Medien und die Konstruktion der Landschaft Wachau. Mitteilungen Stadtarchiv Krems, 1: 1-52. https://doi.org/10.57704/pvp5-er64

Wanderkarte

Folder

Partituren des Wanderns

Folder

Feldversuche auf verschlungenen Pfaden

Folder

Spiegellandschaften

Folder

Partituren des Wanderns instrumental interpretiert

Dokument & Audio

Landschaft lesen

Dokument

metal spring video

Film

viewing directions

Film

reflecting landscape 1 / 2 / 3

Film

“TRAIL/SCAPES WACHAU”

Film

Annäherung Franzosendenkmal

Fotografie

Beobachtungen unterwegs

Dokument

Folder

Wanderkarte

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Im Folder wird ein 1,57 km langer Rundweg in der Nähe von Dürnstein nachgezeichnet. Eine dafür erstellte Wanderkarte lenkt den Blick auf unterschiedliche landschaftliche, bauliche und geschichtliche Aspekte entlang der Route. Der Weg als Verschmelzung dieser verschiedenen Aspekte ist im Folder beschrieben und dargestellt.

Folder

Partituren des Wanderns

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Die während des Gehens parallel ablaufenden Aspekte der Wahrnehmung stehen im Fokus dieses Folders. Diese Aspekte, aufgenommen auf einem Abschnitt des Welterbesteigs, werden mittels speziell entwickelter, grafischer Notation übersetzt und in Form einer Partitur untereinander dargestellt. Dadurch werden Momente unterschiedlicher Intensität, Rhythmen und Pausen der Bewegung sichtbar.

Folder

Feldversuche auf
verschlungenen Pfaden

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Der Folder zeigt Zeichnungen von Studierenden der Landschaftsarchitektur der Universität für Bodenkultur Wien und Kunst der Kunstuniversität Linz, die während einer Radexkursion von Krems nach Spitz entstanden. In der Nähe des Franzosendenkmals bei Dürnstein und am Donauufer in Weißenkirchen skizzierten und interpretierten die Studierenden die Landschaft.

Folder

Spiegellandschaften

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Für die Trail Studies filmte Hubert Lobnig mit einem eigens konstruierten Kamera-Spiegelobjekt Fahrten auf den kleinen Zubringerwegen. Im Folder präsentiert er Stills aus dem künstlerischen Film reflecting landscape, und beschreibt seine experimentellen Anordnungen.

Dokument & Audio

Partituren des Wanderns
instrumental interpretiert

Das räumliche und sinnliche Erlebnis des Gehens ähnelt einer Partitur: Die vielschichtigen Aspekte der Landschaftswahrnehmung verbinden sich wie Musikinstrumente in einer Komposition – und prägen gemeinsam unsere Wahrnehmung, während wir uns fortbewegen. Die Notizen für die Partituren erstellte Daniela Lehner während des Gehens. Der Musiker Martin Theodor Gut interpretierte die grafischen Partituren instrumental, wodurch das sensorische Erlebnis erweitert und die Fantasie angeregt wurde.

Dokument

Landschaft lesen

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Die Arbeit geht von einem Text der Schriftstellerin Hermine Cloeter aus, der eine Wanderung durch die Wachau vor rund 100 Jahren beschreibt. Cloeters Wahrnehmung der Landschaft beim Gehen wird von Daniela Lehner in eine grafische Notation übersetzt. Die Landschaft erscheint dabei nicht als Bild, sondern wird als chronologische Abfolge lesbar.

Dokument

Beobachtungen unterwegs

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Die Langsamkeit des Wanderns erlaubt es uns genau hinzuschauen und Details zu entdecken. Roland Tusch machte in seiner Wandinstallation aufmerksam auf ausgewählte Aspekte, die entlang eines Rundweges beobachtet werden können.

Fotografie

Annäherung Franzosendenkmal

  • Das Denkmal vor uns,

  • wir folgen dem schmalen Pfad,

  • da steht ein Kirschbaum.

  • Nun teilt sich der Pfad,

  • wir folgen dem alten Baum,

  • sein Stamm mächtig, groß.

  • Das Denkmal ist weg,

  • steiler Anstieg, neuer Blick,

  • weiter Horizont.

  • Zwischen Mauern, Wein,

  • das Denkmal taucht wieder auf,

  • Details werden klar,

  • Franzosendenkmal,

  • Erinnerung und Ausblick.

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Die Veränderung der Wahrnehmung in der Bewegung thematisiert Roland Tusch in einem Haiku. Er nutzt die japanische Gedichtform, um die zahlreichen Momentaufnahmen und Rhythmen des Gehens darzustellen. Dreizehn Fotos begleiten das Gedicht.

Film

reflecting landscape 1 / 2 / 3

Film

viewing directions

Film

metal spring video

Film

“TRAIL/SCAPES WACHAU”

Die Wanderwege verlaufen zwischen terrassierten Weinbergflächen und bewaldeten Teilstrecken. Aus der Vogelperspektive wirken die Pfade wie organisch in die Topografie eingefügt. Licht und Schatten zeichnen die gewundenen Linien der Wege nach und betonen die Reliefstruktur der Landschaft.

Ein Projekt des Instituts für Landschaftsarchitektur der Universität für Bodenkultur Wien und der Abteilung Künstlerische Praxis der Kunst­universität Linz. Gefördert durch den Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF), Programm zur Entwicklung und Erschließung der Künste (PEEK) [AR 762-G]

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